| Goldbugpapagei | (Poicephalus meyeri) |
| Unterarten: |
| Autor: Alle Texte und Fotos sind Eigentum der jeweiligen Autoren und dürfen nur mit deren Genehmigung veröffentlicht werden. |
|
|
Bei den Goldbugpapageien unterscheidet man 6 Unterarten.
Bei keiner anderen Art der Gattung Poicephalus fällt es so schwer, die einzelnen Unterarten zu bestimmen.
Dies liegt u.a. daran, dass der Goldbugpapagei die Art mit den meisten Unterarten darstellt.
Aber auch die Unterschiede zwischen den Unterarten sind nur schwer zu erkennen und bislang in der Literatur
unzureichend beschrieben. Ein weiteres Problem bei der Unterartenbestimmung der von uns gehaltenen Goldbugpapageien besteht darin, dass viele in Deutschland gehaltene Goldbugpapageien bereits Hybriden aus zwei Unterarten sind. Diese Zuchtergebnisse sind nicht zu letzt aus Unwissenheit der Züchter entstanden. Aber auch in der Natur kommt es an den Rändern der Verbreitungsgebiete der einzelnen Unterarten zu Vermischungen dieser. Darum muss man auch bei Wildfängen die Zugehörigkeit zu einer Unterart sehr skeptisch betrachten. Mit dem Poicephalus Zuchtbuch Deutschland möchten wir verantwortungsbewussten Züchtern u.a. das Zusammenstellen unterartenreiner Paare erleichtern. Auf der folgenden Seite finden Sie die Beschreibung der Unterarten mit den dazugehörigen Bildern. Um die Zuordnung noch zu erleichtern, gliedern wir die Unterarten des Goldbugpapagei in zwei Gruppen. Die 1. Gruppe stellt die Unterarten mit grünlichem Bauchgefieder dar und die 2. Gruppe die mit bläulichem Bauchgefieder. |
| 1. Gruppe | |
| Poicephalus meyeri meyeri | (Nominatform) |
![]() |
Größe: ca. 21 cm (kleinste Unterart) Gewicht: ca. 110 - 120 Gramm Grundfärbung: graubraun / hellste Unterart; Unterbrust u. Bauch: bläulichgrün / graugrün Rücken und Bürzel: hellblau bis blau Kopf: wenig Gelb - als Halbmond |
Poicephalus meyeri saturatus |
|
![]() |
Größe: ca. 22 cm Gewicht: ca. 120 - 125 Gramm Grundfärbung: dunkler als P.m.meyeri - graubraun Unterbrust und Bauch: grasgrün bis leicht bläulich Rücken und Bürzel: grün bis blaugrün Kopf: viel gelb Wird sehr häufig gehalten |
Poicephalus meyeri reichenowi |
|
![]() |
Größe: ca. 25 cm (größte Unterart) Gewicht: ca. 140 - 145 Gramm Grundfärbung: ähnlich Nominatform Unterbrust und Bauch: grün bis blaugrün Rücken und Bürzel: hellblau bis blau Kopf: keine gelben Federn |
![]() |
2. Gruppe |
|
| Poicephalus meyeri matschiei | |
![]() |
Größe: ca. 22 cm Gewicht: ca. 120 - 125 Gramm Grundfärbung: dunkler als P.m.meyeri - graubraun Unterbrust und Bauch: blaugrün bis blau mit braunen Federn durchsetzt Rücken und Bürzel: hellblau bis blau Kopf: viel gelb einige haben gelbe Federn unter den Augen |
![]() |
![]() |
Poicephalus meyeri transvaalensis |
|
![]() |
Größe: ca. 23 cm Gewicht: keine Angaben Grundfärbung: dunkel- bis schwarzbraun Unterbrust und Bauch: blaugrün bis blau Rücken und Bürzel: hellblau Kopf: wenig Gelb |
![]() |
![]() |
Poicephalus meyeri damarensis |
|
![]() |
Größe: ca. 23 cm Gewicht: keine Angaben Grundfärbung: dunkel- bis schwarzbraun Unterbrust und Bauch: blau bis blaugrün Rücken und Bürzel: hellblau Kopf: kein Gelb |
|
Wie Sie den Bildern entnehmen können, ist die Behauptung,
dass weibliche Goldbugpapageien weniger Gelb im Gefieder aufweisen
als männliche Vögel nicht richtig. Dieses ist vielmehr ein Unterscheidungsmerkmal
der einzelnen Unterarten. Eine zufällige Ausprägung dieses Merkmals innerhalb einer
Unterart bei einzelnen Paaren ist aber nicht auszuschließen. Abschließend möchten wir Sie bitten, bei der Zusammenstellung neuer Zuchtpaare auf die Unterartenreinheit dieser Paare zu achten und sich gern mit dem Zuchtbuchführer für die Goldbugpapageien bzgl. Unterstützung in Verbindung zu setzten. Im Poicephalus Zuchtbuch Deutschland sind z.B. Züchter dieser Art aktiv, welche einen reinen Bestand der verschiedenen Unterarten haben, da diese größerenteils mit Wildfangtieren züchten. Es sei aber darauf hingewiesen, dass es sich dabei nicht um neu importierte Goldbugpapageien handelt, sondern um Vögel, welche schon seit einigen Jahren in Deutschland gehalten werden. So sind mit einigen Zuchtpaaren beachtliche Zuchterfolge erzielt worden, welche sich aus älteren, oft sehr lange in Einzelhaltung befindliche Goldbugpapageien zusammensetzen. Grundsätzlich sollte man aber auf die Anschaffung von Wildfangtieren verzichten. Die Zucht in diesem ganz speziellen Fall stützt sich zu diesem Zeitpunkt zu einem großen Teil auf Wildfänge, damit überhaupt ein reiner Zuchtstamm der einzelnen Unterarten aufgebaut werden kann. Dieses ist notwendig, da in den vergangenen Jahren kaum auf die Unterartenreinheit geachtet wurde. |